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1. Was ist Gelelektrophorese?
2. Wie mache ich die DNA-Restriktions-Fragmente sichtbar?
3. Was sind alternative Färbemethoden?
4. Was sind die Unterschiede zwischen vertikaler und horizontaler Elektrophorese?
5. Welcher Elektrophoresepuffer werden für die Gelelektrophorese verwendet?
6. Simulation einer eindimensionalen Elektrophorese von Proteinen.
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Gelelektrophorese
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Gelelektrophorese trennt Gemische aus geladenen, hochmolekularen Stoffen in
einem elektrischen Feld nach ihrer relativen Größe auf. Kleine Moleküle
wandern schneller als große.
Polyacrylamid-Gele für DNA-Fragmente bis 1000BP = 1kilobase (kb)
Hier: Agarose-Gel: Trennung von DNA Fragmenten im Bereich von 150 - 20.000 BP
Agarose ist die Reinform eines linearen Polysaccharides aus alternierenden D-Galactose-
und 3,6-Anhydro-L-Galactose-Einheiten, wird aus Agar isoliert, der wiederum
aus Algen gewonnen wird.
An einem Ende der Gelschicht sind kleine, rechteckige Taschen. Diese werden
durch Zähne eines Kamms geformt, der vor dem Gießen des Gels angebracht
wird. Nach dem Erstarren des Gels wird Puffer in die Elektrophoresekammer eingefüllt
und das Gel mit Puffer überschichtet. Der Puffer stellt den Kontakt zwischen
den Elektroden auf beiden Seiten des Gels her. Die Ionen in der Lösung
leiten den elektrischen Strom. Außerdem bewahrt die Lösung das Gel
vor dem Austrocknen. Vor dem Auftrag werden die DNA-Proben mit einer farbigen
Markerlösung gemischt. Der Marker bewirkt, daß sich die DNA auf dem
Boden der Taschen sammelt und zeigt die Front der wandernden Stoffproben an:
Er wandert schneller durch das Gel als alle DNA-Fragmente, die kleiner als 300
Basenpaare sind. Die Elektrophorese wird gestoppt, sobald der Marker durch das
Gel gewandert ist.
Durch Anschließen an eine Gleichspannungsquelle wird ein elektrisches
Feld aufgebaut. Phosphatgruppen geben der DNA eine negative Ladung, so daß
sie vom Minus- zum Pluspol wandert (von der Kathode zur Anode).
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Sichtbarmachen der DNA-Restriktions-Fragmente
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Die DNA-Fragmente sind farblos, also im Gel unsichtbar. Das Gel wird in eine
Färbelösung gebracht, um die DNA zu färben. Die Farbmoleküle
heften sich an die DNA-Moleküle im Gel, so daß diese ebenfalls sichtbar
werden. Um besseren Kontrast zu erreichen, wird nach dem Färben das Gel
mit Wasser entfärbt, so daß die Banden hervortreten. Dann können
die Schüler die Muster der geschnittenen DNA-Proben miteinander vergleichen.
Im Wissenschaftsbetrieb wird i.a. Ethidiumbromid verwendet, das mutagen ist.
Für Praktika verwendet man i.a. Methylenblau, das keine Sicherheitsprobleme
aufwirft und über Hausabwässer entsorgt werden kann.
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Alternative Färbemethoden
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Damit DNA im Gel sichtbar wird, muß diese angefärbt werden. Normalerweise
verwendet man dafür Ethidiumbromid, welches zwischen die Basenpaare der
DNA interkaliert und bei Bestrahlung mit UV-Licht orangefarbig fluoresziert.
Beim Schülerexperiment wurde für die Färbung der DNA am Ende
der Elektrophorese bewußt auf die Verwendung von Ethidiumbromid verzichtet.
Der Verzicht erklärt sich aus mehreren Gründen: Erstens ist Ethidiumbromid
eine Substanz, die mutagen sowie stark giftig ist, zweitens muß Abfall,
der diese Substanz enthält, als Sondermüll entsorgt werden und drittens
wird für die Sichtbarmachung der so gefärbten DNA eine UV-Lampe benötigt,
die nur in Ausnahmefällen in Schulen vorhanden sein dürfte. Die Dokumentation
der mit Ethidiumbromid angefärbten DNA-Banden kann prinzipiell nur fotografisch
erfolgen. Der dadurch erforderliche Einsatz von Kamera, Entwicklung etc. ist
von Schulen kaum zu leisten. Methylenblau stellt eine Alternative zu Ethidiumbromid
dar (NEVERS o.J.). Die mit Methylenblau angefärbte DNA erscheint als blaue
Bande im Gel und ist gut zu erkennen.
Die für Ethidiumbromid beschriebenen Nachteile treffen auf Methylenblau
nicht zu. Zwar ist Methylenblau in der Gefahrstoffliste beim Verschlucken als
gesundheitsschädlich ausgewiesen, allerdings erst ab einem Massenanteil
in einer Verdünnung von 25%. Da die Schüler jedoch nur mit Verdünnungen
von 1 bzw. 0,025% arbeiten, ist von keiner Gefährdung auszugehen. Entsorgt
werden kann Methylenblau in den verwendeten Konzentrationen in ausreichender
Verdünnung über den Ausguß. Beim Färbevorgang selbst sollte
man mit Einweghandschuhen arbeiten, da die Haut den Farbstoff vorübergehend
annimmt und dieser nur relativ schwer zu entfernen ist. Die Auswertung der Gele
kann mit bloßem Auge erfolgen. Erleichtert wird die Auswertung allerdings
unter Weißlichtdurchleuchtung, wie sie z.B. mit Hilfe eines Tageslichtprojektors
geschehen kann. Als störend kann sich die höhere Nachweisgrenze für
DNA erweisen. Bei Methylenblau gefärbten Gelen liegt die Nachweisgrenze
für DNA in etwa bei 40 ng pro Bande und ist somit etwa viermal höher
als bei einer Färbung mit Ethidiumbromid.
Dennoch überwiegen die Vorteile von Methylenblau im Vergleich zu Ethidiumbromid.
Deshalb sollte man im Schülerexperiment immer auf Methylenblau zurückgreifen.
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Unterschiede zwischen vertikaler und horizontaler Elektrophorese
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Eine Frage bezüglich Proteinelektrophorese: Ich verstehe nicht ganz, warum
Proteinelektrophorese immer (ausnahme IEF) in vertikalen Kammern
durchgeführt wird und dagegen Nukleinsr. Elektrophorese immer in
horizontalen Kammern. Könnten Sie mir die Gründe nennen?
Zwischen vertikaler und horizontaler Gelelektrophorese besteht
grundsätzlich kein Unterschied. Sowohl Proteine als auch Nukleinsäuren
können sowohl vertikal wie auch horizontal aufgetrennt werden. Da
Proteine in der Regel jedoch in Polyacrylamidmatrices aufgetrennt
werden, die nur unter Luftabschluß auspolymerisieren, bietet es sich an,
diese Gele zwischen zwei Glasplatten anzufertigen. Es gibt beliebig
viele Anwender, die so auch ihre Nukleinsäuren auftrennen und von daher
nur vertikale Elektrophoresen laufen lassen. Da die Auftrennung von
Nukleinsäuren jedoch auch in Agarose erfolgen kann und die Agarose auch
ohne Luftabschluß fest wird, ist es für viele Anwender einfach bequemer
die Agarose einfach auf einem horizontalen Tray fest werden zu lassen.
Dies erspart das Handling mit Glasplatten, bei dem mitunter die
Gelmatrix auslaufen kann, wenn die Platten nicht sorgfältig
zusammengesteckt wurden.
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Welcher Elektrophoresepuffer werden für die Gelelektrophorese verwendet?
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Entweder TBE-Puffer (89 mmol/l Tris pH 7,6; 89 mmol/l Borsäure; 2 mmol/l EDTA) oder TAE-Puffer.
TAE - Puffer wird als Elektrophoresepuffer für Agarose-Gele verwendet.
Ursprünglich wurde er jedoch für die Polyacrylamid-Gelelektrophorese mit
geringfügig anderer Zusammensetzung entwickelt (40 mM Tris; 20 mM NaOAc; 2
mM
EDTA · Na2; pH 7,8 bei 5°C mit Essigsäure; Ref. 1). Heute verwendet man den
Puffer in leicht modifizierter Form (40 mM Tris-Acetat; 1 mM EDTA · Na2; ~pH
8,5). TAE hat eine niedrigere Pufferkapazität als TBE, allerdings wandert
doppelsträngige, lineare DNA 10 % schneller bei gleicher Auflösung durch TAE
als durch TBE. 'Supercoiled' DNA wird jedoch besser in TAE als in TBE
aufgetrennt. Normalerweise verwendet man den Puffer in der
Arbeitskonzentration
1X oder 0,5X.
TAE wird bei Raumtemperatur gelagert.
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Simulation einer eindimensionalen Elektrophorese von Proteinen.
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Simulation einer eindimensionalen Elektrophorese von Proteinen, die sehr gut die Prinzipien der Elektrophorese veranschaulicht - Englisch
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